relatives  benotungsverfahen


Die Benotung erfolgt angelehnt an dem europaweiten ECTS-Notensystem, das  Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit studentischer Leistungen über verschiedene Benotungspraxen und -kulturen ermöglicht.
Die
kriterienorientierte Benotung ist relativ und nicht absolut, sie errechnet sich durch einen Vergleich der von einer Referenzgruppe abgegebenen Arbeiten.
Für jede korrekt umgesetztes Kriterium des strukturieren Textes zum Chart gibt ea Punkte. Die erreichte Punktezahl wird normiert, wobei die höchste erreichte Punktzahl genau 100 normierte Punkte zugeordnet bekommt. Alle anderen erreichten Punktezahlen werden dazu in Beziehung gesetzt.

In der Notengebung wird folgendes Verfahren angewandt:
a)    Als Referenzgruppe werden die Teilnehmenden des aktuellen Kurses bestimmt.
b)    Anhand der der nebenstehenden Kriterien (die unterschiedliche gewichtet sind) werden
        alle abgegebenen Arbeiten der Referenzgruppe bewertet.
c)    Das Resultat der so durchgeführten Bewertung weist insbesondere die erreichten
       (normierten) Punkte, die dazugehörige österreichische Note, den Rangplatz der einzelnen
       Arbeit und den Buchstaben der ECTS-Benotung aus.
d)    Die so ermittelte Notenverteilung der Referenzgruppe wird auf ihre Ähnlichkeit zu einer
       Normalverteilung geprüft und ggf. mit einem mathematischen Verfahren angepasst.

Im Fallbeispiel 1 (hier links gezeigt) hat KAI mit 63 Kriterienpunkten die höchste Punktezahl und dafür 100 normierte Punkte zugeordnet und die Note 1  bekommen. Die Arbeit hat nicht alle Kriterieen erfüllt, ist aber im Direktvergleich mit allen anderen Arbeiten die beste Leistung. Manfred hat im hier gezeigten Beispiel mit 56 Kriterienpunkten im Direktvergleich dazu 90 normierte Punkte und ebenfalls die Note 1  bekommen.

Im Fallbeispiel 2 (links unter Beispiel 1) zeigt sich die Wirkung jeder relationalen Beurteilung: Alle Arbeiten bis auf die Leistung von MANFRED sind genau so wie in Beispiel 1. MANFRED hat hier 2 Kriterien mehr erfüllt (grau unterlegte Kästchen) und hat dadurch 75 Kriterienpunkte erreicht und bietet nund eine höhere Referenzpunktezahl als Kai. Daher hat MANFRED jetzt 100 normierte Punkte und die Note 1 bekommen. Kai hingegen bekommt nun mit seinen 63 Kriterienpunkte nur noch 83 normierte Punkte und die Note 2.

Bei der relationalen Beurteilung werden also alle Arbeiten einen direkten Vergleich mit allen abgegebenen Arbeiten unterzogen. Die Benotung einer abgegebenen Arbeit somit hängt davon ab,
a) wie das Leistungsniveau der abgegebenen Arbeiten ausgefallen ist
b) welchen Niveauunterschied bzw. welche Bandbreite die Arbeiten haben.


Vorteile dieses Benotungsverfahrens:

  1. bei jedem möglichen Leistungsniveau und bei jeder möglichen Bandbreite gibt es bessere und schlechtere Benotungen
  2. auch wenn alle Arbeiten ein schlechtes Niveau haben, bekommt die im Bezug auf ein Beurteilungskriteriums am wenigsten schlechte Arbeit immer 100 normierte Punkte für dieses Kriterium.
  3. bei geringer Bandbreite der Arbeiten - egal auf welchem Leistungsniveau - werden alle Arbeiten relativ gleich gut bewertet. Die beste Arbeit wird mit 100 normierten Punkte beurteilt und die schlechteste Arbeit wird in dann  nicht sehr viel weniger normierte Punkte bekommen.

Ein Nichtbestehen ist in diesem Benotungsverfahren natürlich auch möglich .
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