benotung  von  abgegebenen  arbeiten

Die Benotung erfolgt angelehnt an dem europaweiten ECTS-Notensystem, das  Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit studentischer Leistungen über verschiedene Benotungspraxen und -kulturen ermöglicht.

Die Benotung ist eine relative und keine absolute, sie errechnet sich durch einen Vergleich der von einer Referenzgruppe abgegebenen Arbeiten.

Für jede korrekt umgesetzte Komponente des strukturieren Thesenpapiers gibt einen Punkt. Die erreichte Punktezahl wird normiert, wobei die höchste erreichte Punktzahl genau 100 normierte Punkte zugeordnet bekommt. Alle anderen erreichten Punktezahlen werden dazu in Beziehung gesetzt.

In der Notengebung wird folgendes Verfahren angewandt:

a)    Als Referenzgruppe werden die Teilnehmenden des aktuellen Kurses bestimmt.

b)    Anhand der der nebenstehenden Kriterien (die unterschiedliche gewichtet sind) werden alle abgegebenen Arbeiten der Referenzgruppe bewertet.

c)    Das Resultat der so durchgeführten Bewertung weist insbesondere die erreichten (normierten) Punkte, die dazugehörige österreichische Note, den Rangplatz der einzelnen Arbeit und den Buchstaben der ECTS-Benotung aus.

d)    Die so ermittelte Notenverteilung der Referenzgruppe wird auf ihre Ähnlichkeit zu einer Normalverteilung geprüft und ggf. mit einem mathematischen Verfahren angepasst.

Es ergibt sich, dass die Benotung der einzelnen abgegebenen Leistung immer maßgeblich davon abhängt, wie die Leistungen der anderen Studierenden ausgefallen sind. Dies sollen zwei Fallbeispiele zeigen.

Im hier links gezeigten Fallbeispiel 1 hat Uta mit 98 Kriterienpunkten die höchste Punktezahl und dafür 100 normierte Punkte zugeordnet bekommen. Bettina hat mit 86 Punkten im Direktvergleich dazu 88 normierte Punkte bekommen.

Die Wirkung der durchgeführten relationalen Beurteilung zeigt sich in links darunter dargestellten  Fallbeispiel 2: Alle außer Bettina haben die gleichen Kriterienpunkte erreicht wie im Fallbeispiel 1. Aber Bettina hat hier 102 Kriterienpunkte erreicht und damit  die beste Arbeit abgegeben und bietet eine höhere Referenzpunktezahl als Uta im Fallbeispiel 1. Daher hat im Fallbeispiel 2 Bettina 100 normierte Punkte bekommen, Uta dem entsprechend 96 normierte Punkte.

Vorteile dieses Benotungsverfahrens:

a)    bei jedem möglichen Leistungsniveau und bei jeder möglichen Bandbreite gibt es bessere und schlechtere Benotungen

b)    auch wenn alle Arbeiten ein schlechtes Niveau haben, bekommt die in Bezug auf ein Beurteilungskriteriums am wenigsten schlechte Arbeit immer 20 normierte Punkte für dieses Kriterium.

c)    bei geringer Bandbreite der Arbeiten - egal auf welchem Leistungsniveau - werden alle Arbeiten relativ gleich gut bewertet. Die beste Arbeit wird mit 100 normierten Punkte beurteilt und die schlechteste Arbeit wird in dann  nicht sehr viel weniger normierte Punkte bekommen.

 Ein Nichtbestehen ist in diesem Benotungsverfahren natürlich auch möglich.

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