Gesetzlicher Auftrag
Österreichische Fachhochschulen vermitteln auf Hochschulniveau die Fähigkeit, aktuelle/zukünftige Anforderungen der beruflichen Praxis gemäß dem aktuellen Stand der Wissens zu erfüllen (§3 FHStG).


Kompetenzorientierung
Die Fachhochschule Vorarlberg favorisiert eine kompetenzorientierte Lehre. Kompetenzen integrieren Wissenselemente, Fähigkeiten und Einstellungen des Handelns. D
ie Wissenselemente beziehen sich auf kognitiv verfügbare Fakten, Theorien und Regeln (z. B. Finanzämter erkennen Angaben über Steuern nur in Euro an, daher sind Belege auf Basis des Euro auszustellen). Fähigkeiten beziehen sich auf das praktische Erbringen einer konkreten Leistung (z. B. aus einer Zahlung in einer Fremdwährung den Anteil der Ust. in Euro ermitteln). Einstellungen beziehen sich auf die persönliche Haltung gegenüber einer bestimmten Sache, Idee oder Person, z. B. (innerliche) Verärgerung und Unwilligkeit bei der Ermittlung der Steuerlast.

Kompetenz
Unter Kompetenzen versteht man die bei Individuen verfügbaren, erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten des Lösens von bestimmten Problemen und die Bereitschaften, konkrete Problemlösungen erfolgreich und verantwortungsvoll in die Tat umzusetzen.
Handlungskompetenz meint eine Einheit von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz als Voraussetzung für Methoden- und Lernkompetenz. Die darauf aufbauende Problemlösungskompetenz umfasst die Fähigkeit, (eigene/fremde) Probleme zu identifizieren, systematisch zu analysieren und durch den begründeten Einsatz verfügbarer Ressourcen verantwortungsvoll einer Lösung zuzuführen.
Gemäß dem für die deutsche HRK erarbeitetem Fachgutachten zur Kompetenzorientierung in Studium und Lehre (Schaper 2012) umfassen die akademische Kompetenzen die Befähigung
- zur Anwendung wissenschaftlicher Konzepte auf komplexe Anforderungskontexte
- zur wissenschaftlichen Analyse und Reflexion
- zur anschlussfähigen Kommunikation von wiss. Wissensbeständen, Konzepten und Methoden
- zur Selbstregulation und Reflexion des eigenen problemlösungs- und erkenntnisgeleiteten Handelns
 

Umsetzung in die Lehre

Die immer mitlaufende Kernfrage in meiner Lehre lautet: Was bedeutet diese Erkenntis für die (Mit)Gestaltung von arbeitsteiligen, zeitlich/örtlich verteilten Prozessen der Wertschöpfung?  Das Setting meiner Lehre umfasst theoretische Inputs (Theorie), praktische Umsetzungen (Kompetenz) und eigenes Denken ([Selbst]Reflexion) und wird auch durch digitale Medien unterstützt.

           

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Falko E.P. Wilms
Prof. (FH) Dr. rer. pol.; Dipl. Soz.-Ök



 

Ineinanderwirken einzelner Kompetenzen